Thüringen startet ein neues Beratungsangebot für die Anbieter von Projekten, die dem Klimaschutz dienen. Die Stelle nimmt ihre Arbeit in Erfurt auf, wie das Umweltministerium auf Anfrage mitteilte. Geboten werden dort Informationen, welche Fördermöglichkeiten des Bundes es für Klimaschutzprojekte von Kommunen, Land- und Forstbetrieben und privaten Grundstücksbesitzern gibt, aber auch Unternehmen, Vereine oder Stiftungen können sich dort über ihre Möglichkeiten informieren.
Es gehe dabei vor allem um naturnahe Projekte wie das Anlegen klimabeständiger Wälder, um Flussläufe und Auen oder die Wiederherstellung von Mooren und Feuchtgebieten. Finanziert wird die Anlaufstelle im Umweltministerium in Erfurt mit einer Außenstelle bei der Landesanstalt für Umwelt in Jena vor allem vom Bundesumweltministerium.
Hohe staatliche Zuschüsse für Projekte möglich
«Natürlicher Klimaschutz etwa durch mehr Stadtbäume, Naturerholungsflächen wie kleine Parkanlagen und renaturierte Flüsse mit von Bäumen gesäumten Ufern mildert die Auswirkungen der bereits jetzt spürbaren Klimaveränderungen», erklärte Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW). Der Anteil an Fördermitteln für die Renaturierung von Flussauen könne bis zu 95 Prozent der Kosten betragen, bei Stadtgrün bis zu 80 Prozent.
Vier Beschäftigte sollen die Beratung zu Fördermöglichkeiten oder Hilfen bei Anträgen auf staatliche Gelder übernehmen. Sie sollen auch gute, verallgemeinerbare Klimaschutzprojekte vorstellen.
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