Die Bundesregierung will die Rüstungszusammenarbeit mit der Ukraine
ausbauen, um von den Erfahrungen des Landes zu
profitieren. Dafür sollen deutsche Unternehmen und Kapitalgeber verstärkt in ukrainische Rüstungsbetriebe oder
Gemeinschaftsunternehmen investieren. Das ist das Ergebnis von Beratungen beider Länder in Berlin, an denen neben
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) auch Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) teilnahmen.
Virtuell
zugeschaltet war der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo
Fedorow. Auch Vertreter von deutschen Banken, Finanzfonds, Start-ups und aus der Rüstungsindustrie waren bei dem Treffen dabei.
»Die Ukraine ist ein Land, das notgedrungen in eine unglaubliche
Innovationsfähigkeit und Geschwindigkeit hineingewachsen ist«, sagte Pistorius anschließend. Er sprach von einer strategischen Partnerschaft und kündigte an, mehr Bundeswehrpersonal an die Botschaft in Kyjiw zu schicken, um die Zusammenarbeit zu erleichtern. Die Ukraine entwickle Technologien nicht unter
Laborbedingungen, »sondern eben tatsächlich auf dem Gefechtsfeld.« Deutschland habe großes Interesse an einigen Entwicklungen der
ukrainischen Rüstungsindustrie, etwa Abfangdrohnen und Präzisionsraketen
mit größerer Reichweite, sagte der Minister.
Für einen tieferen Austausch beider Seiten solle eine Kontaktstelle für Kooperationen
geschaffen werden. Die Bitte an die Regierung sei vielfach
gewesen, Instrumente wie Ausfallbürgschaften auszuweiten, sagte Bundeswirtschaftsministerin Reiche. Sie
sollen die Risiken solcher Investitionen verringern.
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