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Kosovo: Linke Regierungspartei gewinnt Wahl im Kosovo

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Die Partei von Ministerpräsident Albin Kurti hat bei der vorgezogenen Parlamentswahl im Kosovo 43 Prozent der Stimmen erreicht. Es war die dritte Wahl in 16 Monaten.

Die ​Regierungspartei Vetevendosje von Ministerpräsident Albin Kurti hat die vorgezogene Parlamentswahl im Kosovo gewonnen. Die linke Partei erreichte 43 Prozent der Stimmen, wie die staatliche Wahlkommission nach Auszählung von 99,4 Prozent der Stimmen mitteilte. Dahinter landete demnach die Demokratische Partei mit 21
Prozent und die Mitte-Rechts-Partei Demokratische Liga mit 18 Prozent der Stimmen.

Es ⁠war die dritte Parlamentswahl in dem ​Land binnen 16 Monaten. Vetevendosje war schon bei den beiden vorherigen Wahlen im Februar und im Dezember des vergangenen Jahres stärkste
Kraft geworden.

Nach seiner ersten Wiederwahl im Februar 2025 war Kurti
zunächst daran gescheitert, eine funktionsfähige Regierung zu bilden.
Eine monatelange politische Blockade des Landes war die Folge. Bei
vorgezogenen Neuwahlen im Dezember wurde Kurtis Partei dann abermals
stärkste Kraft; diesmal mit 51 Prozent der Stimmen. Im Februar 2026 stand die neue Regierung. Das Parlament konnte sich jedoch nicht auf einen Präsidenten einigen – und wurde im April schließlich aufgelöst.

Schwierige Koalitionsverhandlungen erwartet

Es ist fraglich, ob die anhaltende politische Krise im Kosovo mit dieser Wahl endet. Vetevendosje wäre weiter auf Koalitionspartner ⁠angewiesen, um eine neue Regierung zu bilden. Zudem ist ​ein Kompromiss mit der Opposition nötig, um die für die Wahl eines neuen Präsidenten erforderliche Zweidrittelmehrheit zu ‌sichern.

Das Land strebt
einen Beitritt zur Europäischen Union an, verfügt jedoch seit
fast einem Jahr über keine voll handlungsfähige Regierung. Die
EU hat die Politiker im Kosovo, das 2008 seine Unabhängigkeit
von Serbien ⁠erklärte, wiederholt aufgefordert, stabile
Institutionen ​zu schaffen. Dadurch sollen die für eine
Mitgliedschaft notwendigen Reformen umgesetzt werden. Die
ständigen Neuwahlen haben ‌diese Reformen sowie die Auszahlung
von ‌EU-Fördermitteln verzögert.

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