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Kurzarbeit: Mehr als 130 Millionen Arbeitsstunden fielen 2025 durch Kurzarbeit aus

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Der Arbeitsausfall durch Kurzarbeit hat sich weiter erhöht. Die Linke fordert daher eine Anhebung des Kurzarbeitergelds und Beschränkungen für Boni und Dividenden.

Durch Kurzarbeit sind in Deutschland im vergangenen Jahr 133
Millionen Arbeitsstunden ausgefallen. Ein Jahr zuvor fielen deshalb noch 124
Millionen Arbeitsstunden aus, davor 106 Millionen. Das geht aus einer Antwort
der Bundesregierung auf eine Frage der Linken im Bundestag hervor, aus der die Nachrichtenagentur
dpa zitiert. Das verarbeitende Gewerbe war demnach jeweils am stärksten
betroffen, allein 2025 mit 70,2 Millionen ausgefallenen Stunden, gefolgt vom
Baugewerbe mit 40,7 Millionen Stunden.

»Der zunehmende Arbeitsausfall durch Kurzarbeit zeigt:
Unsere Wirtschaft befindet sich in einer Krise«, sagte der Linkenabgeordnete
Cem Ince der dpa. Immer mehr Menschen würden unfreiwillig in Kurzarbeit
geschickt. »Für sie bedeutet das massive finanzielle Einbußen«, sagte Ince.
Gerade bei einem ohnehin niedrigen Gehalt reiche das Kurzarbeitergeld nicht
aus.

Ince forderte eine deutliche Erhöhung des Kurzarbeitergelds.
Unternehmen müsse es zudem verboten werden, gleichzeitig Kurzarbeit in Anspruch
zu nehmen und Boni und Dividenden auszuzahlen. Angesichts des starken
Arbeitsplatzabbaus forderte der Linkenpolitiker »eine offensive
Industriepolitik und eine handlungsbereite Wirtschaftsministerin«.

Kurzarbeiter bekommen rund 60 Prozent des Nettoentgelts

Kurzarbeitergeld kann fließen, wenn Arbeitgeber etwa aus
konjunkturellen Gründen die regelmäßige Arbeitszeit kürzen müssen und dies bei
der Agentur für Arbeit anzeigen. Die Höhe hängt vom Gehalt ab. Laut
Bundesagentur für Arbeit erhalten Betroffene in der Regel 60 Prozent des
ausgefallenen Nettoentgelts, also nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben.

In den Jahren 2020 bis 2022 waren infolge der Coronakrise
mit abnehmender Tendenz noch deutlich mehr Arbeitsstunden ausgefallen als
heute, am meisten 2020 mit mehr als 1,6 Milliarden. Im Vorkrisenjahr 2019 waren
es demnach lediglich 71 Millionen Stunden.

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