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Marjane Satrapi: Sie erinnerte an den Terror der islamistischen Revolution

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Mit »Persepolis« machte sie Comics zum Medium politischer Aufklärung. Jetzt ist die französisch-iranische Zeichnerin Marjane Satrapi im Alter von 56 Jahren gestorben.

Sie war die Chronistin einer verlorenen Generation, sie erzählte
von zerschlagenen Hoffnungen, vom Terror der fundamentalistischen Religion. Und
sie erzählte vom unbändigen Widerstandsgeist einer Frau, die sich nicht fügen
wollte. Persepolis heißt der Comic, mit dem Marjane Satrapi weltberühmt
wurde, das französische Original erschien im Jahr 2000, die deutschsprachige
Ausgabe drei Jahre später. In Persepolis schildert Satrapi ihre Biografie:
Geboren wird sie 1969 in Rascht im Iran, ihre Eltern führen ein sorgloses Leben
unter dem Schah, dennoch protestieren sie gegen ihn und unterstützen die
islamischen Revolutionäre. Als die Mullahs an die Macht kommen, ist Marjane
zehn Jahre alt, und die Erwartungen ihrer Eltern werden bitter enttäuscht: All
die gutgläubigen Linken, die die Islamisten unterstützten, werden von diesen
nun eingekerkert oder gleich liquidiert. Während des Ersten Golfkriegs schicken die
Eltern ihre Tochter ins österreichische Exil. Als Marjane mit 18 Jahren in den
Iran zurückkehrt, erkennt sie ihre Heimat nicht wieder. Bald wird sie sie ein
letztes Mal verlassen, nach Paris, wo sie seither lebte.

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