Durch den Wegfall milliardenschwerer Subventionen für Krankenversicherte sind in den USA mehr Menschen ohne Versicherungsschutz. Wie aus einer neuen Auflistung mit Daten aus allen 50 US-Bundesstaaten hervorgeht, waren im Februar 2026 ungefähr 2,6 Millionen Menschen weniger als im Vorjahr über den Affordable Care Act (Obamacare) versichert.
Das heißt nicht automatisch, dass die Betroffenen gar nicht mehr versichert sind. Wahrscheinlich hätten aber die meisten von ihnen keine Versicherung mehr, sagte Cynthia Cox, Vizepräsidentin und Leiterin des ACA-Programms bei der gemeinnützigen Gesundheitsforschungsorganisation KFF, die den Datensatz ausgewertet hat.
Streit über Krankenversicherung führte zu Shutdown
Anders als in Deutschland gibt es in den USA keine gesetzliche Krankenversicherung. Ende 2025 liefen die während der Coronapandemie eingeführten Steuerbegünstigungen aus. Dadurch verdoppelten oder verdreifachten sich die monatlichen Prämien für viele Versicherungsnehmer. Das konnten sich viele nicht mehr leisten und mussten deshalb ganz auf eine Versicherung verzichten.
Die Frage, ob die Zuschüsse verlängert werden sollten oder nicht, stand im Zentrum eines Streits zwischen Demokraten und Republikanern, der im vergangenen Jahr wochenlang Regierungsbehörden lahmlegte. Die Demokraten, aber auch einige Republikaner hatten eine Verlängerung verlangt.
Die jetzt vorgelegten Daten geben erstmalig einen landesweiten Überblick über den durch den Wegfall der Subventionen ausgelösten Rückgang der Versicherten. Das Thema könnte für viele Wählerinnen und Wähler auch entscheidend bei den Kongresswahlen im Herbst sein. Das US-Gesundheitsministerium hatte vergangene Woche gemutmaßt, dass die Zahl der Versicherten zurückgegangen sei, weil angebliche Betrugsfälle und Scheinregistrierungen weggefallen seien. Konkrete Anhaltspunkte gibt es dafür jedoch nicht.
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