Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung zum Trotz: Gedruckte Schulbücher wird es nach Einschätzung des Braunschweiger Bildungsverlags Westermann auch in zehn Jahren noch geben. Allerdings dürften sich Print und digitale Angebote ergänzen – «jeweils dort, wo sie ihre Stärken haben», sagte Vorstandschef Sven Fischer der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung».
Fischer betonte: «In der Grundschule wird Print weiterhin dominieren, weil es dort didaktisch sinnvoll ist. In höheren Klassen wird der digitale Anteil wachsen.» Am Ende entschieden aber die Schulen selbst, was für sie am besten sei, sagte er. Künstliche Intelligenz sei «für uns gleichzeitig Chance und Herausforderung. Sie kann Lehrkräfte entlasten, etwa bei der Erstellung von Aufgaben oder bei der Korrektur.» Aber den Prozess der Schulbuchentwicklung ersetze sie nicht, dafür seien Fachwissen, Abstimmung mit Lehrplänen und didaktische Erfahrung notwendig.
Er erklärte, Künstliche Intelligenz dürfe «keine zusätzliche Insellösung sein, sondern muss dort funktionieren, wo Lehrkräfte ohnehin arbeiten. Die KI kann etwa Aufgaben generieren, Musterlösungen erstellen oder Schülerantworten auswerten». Fischer betonte: «Wichtig ist aber: Nichts geht ungeprüft an die Schülerinnen und Schüler raus – die Lehrkraft behält immer die Kontrolle.»
Sorge, dass Technologien wie Künstliche Intelligenz irgendwann Lernmaterialien überflüssig machten, habe er nicht, sagte er der Zeitung. «Aber wir müssen uns weiterentwickeln.»
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