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Tech-Konzerne: Amazon, Alphabet und Meta wachsen durch KI-Boom und Werbung

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Starke Cloud- und Werbegeschäfte treiben Amazon, Alphabet und Meta an. Zugleich investieren die Tech-Konzerne Milliarden in KI-Infrastruktur.

Durch das boomende Geschäft mit Künstlicher Intelligenz und gute Werbegeschäfte haben Googles Mutterkonzern Alphabet, Amazon und die Facebook-Mutter Meta ihren Umsatz im zurückliegenden Quartal deutlich steigern können. Alphabet erzielte durch ein überraschend kräftiges Wachstum der wichtigen Cloudsparte ein Quartalsergebnis, das die Markterwartungen übertraf. Bei Amazon sorgte der wachsende Bedarf an KI-Anwendungen für Zuwachs.

»Das Jahr 2026 ⁠hat hervorragend begonnen«, sagte ​Alphabet-Chef Sundar Pichai. »Unsere ​Investitionen in KI beflügeln jeden Bereich unseres Unternehmens.« Die Cloud-Erlöse stiegen den Angaben zufolge um 63 Prozent auf rund 20 Milliarden US-Dollar. ​Clouds sind extrem wichtig für Künstliche Intelligenz, weil diese viel
Rechenleistung, Daten und Speicher benötigt – das liefert die Cloud.

Der Konzernumsatz legte ⁠währungsbereinigt um ​19 Prozent auf 109,90 Milliarden ‌US-Dollar zu – Analysten hatten mit rund 107 Milliarden gerechnet. Unterm Strich stieg der Quartalsgewinn auf 62,6 Milliarden US-Dollar von 34,5 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor.

Alphabet treibt Ausbau der KI-Infrastruktur voran

Pichai zufolge gab es in dem Quartal einen Höchstwert an Suchanfragen. In den vergangenen Jahren war spekuliert worden, ob Rivalen, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz auf Anfragen eher Antworten statt Links liefern wollen, Googles führender Suchmaschine das Leben schwer machen könnten. Doch der Konzern integrierte selbst KI-Funktionen in seine Suchmaschine – und gibt an, dass sie dadurch mehr genutzt wird.

Wie auch andere Tech-Konzerne steckt Alphabet Milliardensummen in den Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Die Spanne für Kapitalinvestitionen in diesem Jahr wurde von zuvor 175 bis 185 Milliarden US-Dollar auf nun 180 bis 190 Milliarden US-Dollar angehoben. 2027 sollen die Ausgaben weiter steigen, sagte Finanzchefin Anat Ashkenazi. Im nachbörslichen Handel an der Wall Street legte die Alphabet-Aktie daraufhin um vier Prozent zu.

Amazon-Anleger reagieren unentschlossen

Amazon verzeichnete in den ersten drei Monaten des Jahres in seiner Cloudsparte AWS die höchste Wachstumsrate seit 2022. Der Umsatz dort legte im Jahresvergleich um 25 Prozent auf 37,6 Milliarden US-Dollar zu, wie Amazon-CEO Andy Jassy mitteilte. Insgesamt kletterten die Erlöse des Handels- und Technologiekonzerns um 17 Prozent auf 181,5 Milliarden US-Dollar. Unterm Strich stieg der Gewinn um fast 77 Prozent auf 30,25 Milliarden US-Dollar.

Die Aktien ‌von Amazon fielen ‌im nachbörslichen Handel an ​der Wall Street zunächst, drehten dann aber ins Plus. Grund für das anfängliche Minus war, dass Anleger ​enttäuscht auf den Gewinnausblick für das laufende Quartal reagierten. Der US-Konzern prognostizierte für den Zeitraum ein Betriebsergebnis zwischen ‌20 und 24 Milliarden US-Dollar – der Mittelwert von 22 Milliarden ⁠liegt unter ​den bisherigen Markterwartungen.

Werbeeinnahmen boomen bei Meta

Beim Facebook-Konzern Meta trieb erneut das Werbegeschäft die Zahlen an. Im vergangenen Quartal stieg der Konzernumsatz im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 56,3 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn sprang um 61 Prozent auf knapp 26,8 Milliarden US-Dollar – ein Grund dafür war aber auch eine Steuergutschrift von gut acht Milliarden US-Dollar.

Die steigenden Werbeeinnahmen sorgen dafür, dass Meta die Ausgaben für KI-Infrastruktur noch einmal anhob. Für das laufende Jahr stellt Meta nun Kapitalinvestitionen zwischen 125 und 145 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die vorherige Spanne lag bei 115 bis 135 Milliarden. 2025 gab der Konzern vor allem für den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz gut 72 Milliarden US-Dollar aus. Anleger ließen in einer ersten Reaktion den Kurs im nachbörslichen Handel um rund sechs Prozent fallen.

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