Mercedes-Youngster Kimi Antonelli ist aktuell das bestimmende Thema in der Formel 1: Der Italiener hat sich im Alter von gerade einmal 20 Jahren seinen ersten WM-Titel in der Königsklasse gesichert – und soll nun, wenn es nach Teamchef Toto Wolff geht, auch in Zukunft ein relevantes Thema bleiben.
“Lapo Elkann erzählte mir einmal über seinen Großvater, dass dieser es geschafft habe, sein ganzes Leben lang relevant zu bleiben”, sagt Wolff. “Ich finde, das ist ein wunderbarer Gedanke.” Lapo Elkann ist nicht nur der Bruder des aktuellen Ferrari-Präsidenten John Elkann, sondern vor allem der Enkel von Gianni Agnelli.
Gianni Agnelli wiederum war der Enkel des Fiat-Gründers Giovanni Agnelli und stand ab 1966 als geschäftsführender Gesellschafter beziehungsweise Präsident an der Spitze des italienischen Automobilherstellers. Unter seiner Führung entwickelte sich Fiat zu einem der größten Automobilhersteller Europas und zum bedeutendsten Industriekonzern Italiens.
Agnelli pflegte enge Beziehungen zu Enzo Ferrari, war ein großer Fan der Scuderia und zudem ein leidenschaftlicher Sammler ihrer Fahrzeuge. Er war es auch, der den Sportwagenhersteller 1969 durch eine Übernahme vor dem finanziellen Ruin bewahrte.
Dadurch blieb Ferrari in italienischer Hand, erhielt finanzielle Stabilität und konnte sich weiterhin auf den Rennsport und den Bau von Luxusfahrzeugen konzentrieren. Ohne das Eingreifen Agnellis wäre die italienische Kultmarke heute möglicherweise in amerikanischer, französischer oder sogar chinesischer Hand.
Wolff: Antonelli soll “sein Leben lang relevant bleiben”
Agnelli, der im Januar 2003 im Alter von 81 Jahren verstarb, gilt bis heute als eine der angesehensten und einflussreichsten Unternehmerpersönlichkeiten Italiens. Kein Wunder also, dass Mercedes-Teamchef Wolff den Ratschlag von Enkel Lapo Elkann beherzigt.
“Ich habe zu [Kimi Antonelli] gesagt: Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass du dein ganzes Leben lang relevant bleibst”, verrät der Österreicher. “Du hast noch 25 Jahre vor dir, denn du wirst länger fahren, als es irgendjemand vor dir getan hat.”
Mercedes-Teamchef Wolff mit Antonelli nach dessen Monaco-Sieg 2026
Foto: circuitpics.de
“Ich möchte in vielen Jahren zurückblicken und sagen können: Du bist dein ganzes Leben lang relevant geblieben”, sagt Wolff über seinen Schützling. “Es war kein einmaliges Ereignis. Wir haben alle zusammengearbeitet, um ihn dort zu unterstützen, wo er sich verbessern konnte – um ihn einfach besser zu machen.”
Wolff überzeugt: Es werden weitere Antonelli-Titel folgen
“Es gibt nicht viele, die wirklich relevant geblieben sind. Es gab Weltmeister, die ihre Relevanz verloren haben – heute würde niemand mehr ein Selfie mit ihnen machen wollen”, ergänzt der Mercedes-Teamchef, ohne allerdings konkrete Beispiele zu nennen.
“Genau das möchte ich mit ihm erreichen.” Um dieses Ziel zu erreichen, wäre es im Idealfall allerdings auch notwendig, dass Antonelli im Laufe seiner Karriere noch weitere WM-Titel gewinnt. Schließlich sind es vor allem jene Weltmeister, die im Verlauf ihrer Karriere mehrfach erfolgreich waren, die bis heute besonders in Erinnerung geblieben sind.
“Es ist ein Sport, der stark von der Technik abhängt”, weiß Wolff. “Wir müssen ihm, genau wie George Russell, ein Auto zur Verfügung stellen, mit dem er um Siege kämpfen kann. Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt, dass er um weitere Titel mitfahren wird. [In diesem Jar] war es der erste – und es werden noch weitere folgen.”
Wir wollen Deine Meinung!
Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?
– Das Motorsport.com-Team
Disclaimer : This story is auto aggregated by a computer programme and has not been created or edited by DOWNTHENEWS. Publisher: motorsport.com








