In der Türkei sind nach Razzien gegen queere Vereine zahlreiche Accounts auf der Plattform X gesperrt worden. Berichten zufolge sind LGBT+-Organsationen betroffen, aber auch Journalisten, Anwälte und Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International. Dem Onlineportal Engelliweb zufolge ordnete ein Gericht die Sperrung an.
Am Wochenende wurden bei Razzien 26 Menschen festgenommen, die in LGBT+-Vereinen aktiv sind. Die Staatsanwaltschaft wirft den Vereinen vor, durch ihre Aktivitäten Minderjährige in ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität zu beeinflussen, wie Medien berichten.
»Perverse Strömungen«
In den sozialen Medien hatten daraufhin zahlreiche Menschen und Organisationen das behördliche Vorgehen kritisiert. Homosexualität ist in der Türkei nicht verboten.
Dennoch gehen die Behörden immer wieder gegen queere Aktivisten vor, etwa unter dem Vorwurf der Obszönität. Der türkische Präsident Reccep Tayyip Erdoğan lehnt die LGBT-Bewegung als »perverse Strömungen« ab.
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