Arbeiter haben mit der Entfernung des Namens von US-Präsident Donald Trump von der Fassade des Kennedy Centers in der Hauptstadt Washington, D.C. begonnen. Ein Richter hatte zuvor einen Eilantrag abgelehnt, mit dem der Vorstand der renommierten Kultureinrichtung in letzter Minute versucht hatte, die Entfernung des umstrittenen Schriftzuges zu stoppen.
Im Mai hatte ein Bundesgericht die Umbenennung für illegal befunden. Nur der US-Kongress hätte demnach den Namen der Kultureinrichtung ändern dürfen. Dass Trump seinen Namen eigenmächtig anbringen ließ, sei unrechtmäßig gewesen. Das Gericht entschied, dass Trumps Name bis Freitag entfernt werden müsse.
Am Abend versammelte sich vor dem Gebäude in Washington eine Menschenmenge und feuerte die Bauarbeiter an, während sie ein Baugerüst an der Fassade errichteten und die Lettern mit Werkzeugen behandelten. Das Spektakel wurde vom Onlinedienst YouTube live übertragen. Auf der Website des Kennedy Centers war Trumps Name bereits gestrichen worden.
Künstler sagte nach Trumps Übernahme Auftritte ab
Die Umbenennung des Kennedy Center und dessen personelle Neubesetzung galt vielen Amerikanern als Angriff auf die Kultur der USA. Kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 ließ Trump die Führung der Einrichtung durch einen von ihm ausgewählten Vorstand ersetzen. Dieser ernannte Trump selbst anschließend zum Vorsitzenden. Der Vorstand entschied weiter, die Einrichtung in Trump Kennedy Center umzubenennen und den Namen des Präsidenten an der Fassade anzubringen.
Die Reaktionen aus der Kulturszene fielen deutlich aus: Zahlreiche Künstler sagten Auftritte ab, andere Berater und Verantwortliche legten ihre Ämter nieder.
Das Kennedy Center ist eine der prestigeträchtigsten Kultureinrichtungen des Landes. Dort werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Kennedy Center wurde 1971 eröffnet und nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917–1963) benannt.
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