Home International Vinales als Testfahrer zu Ducati? Das sagen die Chefs zu den Gerüchten

Vinales als Testfahrer zu Ducati? Das sagen die Chefs zu den Gerüchten

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Am Saisonende 2026 wird Maverick Vinales die MotoGP vorerst verlassen. Angesichts seiner anhaltenden Probleme mit der linken Schulter hat er keinen Platz mehr erhalten. Seit 2015 fuhr der Moto3-Weltmeister von 2013 in der Königsklasse.

Er gewann Rennen mit Suzuki, Yamaha und Aprilia. Mit KTM als vierter Marke gelang ihm das nicht. Insgesamt siegte Vinales zehnmal in der MotoGP. Zweimal wurde er WM-Dritter.

In den vergangenen Wochen wurde der 31-Jährige in der Gerüchteküche mit Ducati in Verbindung gebracht. Er könnte beim italienischen Werk ab der nächsten Saison neben Michele Pirro die Rolle des Test- und Ersatzfahrers übernehmen.

Diese Spekulationen tauchten Anfang Oktober nach dem Grand Prix von Japan in Motegi auf. Ducati-Teammanager Davide Tardozzi dementierte gegenüber GPOne.com aber umgehend, dass etwas spruchreif sei.

“Ich habe schon seit langer Zeit ein enges Verhältnis zu Vinales, denn sein Masseur ist ein Jugendfreund meines Sohnes. Es gibt da eine Freundschaft, und man hat uns in Motegi zusammen von den Büros zur Hospitality gehen sehen.”

“So ist dieses Gerücht überhaupt erst entstanden”, sagt Tardozzi. “Man hat uns gesehen, und ein Journalist hat die Geschichte aufgebracht. Vielleicht hat er uns damit ja sogar auf eine Idee gebracht, ich weiß es nicht.”

“Was mich betrifft, geht meine Beziehung zu Maverick über das Berufliche hinaus. Die Wahrheit ist, dass wir mit Blick auf die Zukunft planen, da Michele ein gewisses Alter erreicht hat und wir künftig wahrscheinlich jemanden brauchen werden.”

“Das ist eine Tatsache, aber wer es sein wird, steht noch nicht fest: Wir haben noch absolut nichts festgelegt, aufgeschrieben oder überhaupt fertig durchdacht”, so Tardozzi.

Pirro ist seit 2013 Testfahrer bei Ducati. Mittlerweile ist der Italiener 40 Jahre alt. Im Laufe dieses Jahres wurde er bei der Entwicklung des neuen 850er-Prototyps von Nicolo Bulega unterstützt.

Das diente Bulega auch zur Vorbereitung, denn der neue Superbike-Weltmeister fährt 2027 für das VR46-Team von Valentino Rossi in der MotoGP. Pirro wird somit vorerst wieder der alleinige Testfahrer sein.

Grassilli bestätigt: Ducati sucht jemanden

Kürzlich äußerte sich beim Grand Prix von Australien auch Mauro Grassilli zu den Gerüchten über Vinales. Er will nicht ausschließen, dass der Spanier eine Möglichkeit sein könnte, künftig das Testteam zu verstärken.

“Ja, wir machen kein Geheimnis daraus, dass wir nach einem Fahrer suchen, der Michele in den kommenden Jahren zur Seite stehen kann”, so der Ducati-Sportdirektor gegenüber Sky Italien.

“Wir suchen also nach einer weiteren Person. Natürlich ist Maverick jemand, mit dem wir sprechen. Wir schätzen ihn als Fahrer und als Sportler sehr. Es ist jedoch noch nichts spruchreif, wir sind davon noch absolut weit entfernt.”

Sportdirektor Maro Grassilli und Teammanager Davide Tardozzi

Foto: Motorsport Images

Bisher sollen also nur unverbindliche Gespräche stattgefunden haben. Die oberste Priorität von Vinales ist es derzeit, dass seine linke Schulter wieder fit und belastbar wird. Denn das war auch auf Phillip Island seine große Einschränkung.

“In gewisser Hinsicht möchte ich nächstes Jahr nicht aus der MotoGP verschwinden. Ich muss einen Weg finden, mit dieser Welt verbunden zu bleiben, aber im Moment ist es meine Priorität, meine Schulter wieder fit zu bekommen.”

“Wenn ich auf einer Strecke wie Phillip Island langsam bin, wo ich normalerweise mit geschlossenen Augen fahren kann und trotzdem schnell bin, bedeutet das, dass etwas nicht stimmt.”

“Wenn ich nicht schnell bin, heißt das, dass ich nicht in Bestform bin”, so Vinales. Und es zeigte sich, dass er nicht schnell war. Im Qualifying war er der langsamste KTM-Fahrer. Den Sprint musste er nach sieben Runden aufgeben.

“Meine oberste Priorität ist die Genesung”, betont Vinales. “Danach muss ich nach Möglichkeit einen Weg finden, mit der MotoGP verbunden zu bleiben, denn sobald meine Schulter wieder fit ist, werde ich auch wieder sehr schnell sein können.”

“Ich muss Gelegenheiten prüfen, um in diesem Umfeld eingebunden zu bleiben, und herausfinden, ob ich in den kommenden Jahren wieder Rennen fahren kann.” Einen Wechsel in die Superbike-WM hatte er bereits im Sommer ausgeschlossen.

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