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Waffenfabrik Solothurn: Schweizer Waffen für Nazis

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In Solothurn beleuchtet das Alte Zeughaus die dunklen Geschäfte der Waffenfabrik.

Nach seiner Niederlage im Ersten Weltkrieg durfte das Deutsche Reich keine Waffen mehr produzieren. So stand es im Versailler Friedensvertrag von 1919, den es unterschrieben hatte. Doch da gab es noch die neutrale Schweiz. Sie wurde von den Deutschen quasi als Hinterhof für ihre Aufrüstung genutzt. Zu Diensten standen Firmen wie Oerlikon-Bührle, die Flug- und Fahrzeugwerke Altenrhein – und die Waffenfabrik Solothurn.

Die Patronenfabrik, wie die Firma zunächst hieß, wird 1923 vom Solothurner FDP-Nationalrat Hermann Obrecht und dem deutschen Ingenieur Hans von Steiger gegründet. Damals produziert und exportiert die Schweiz kaum Waffen. Die aufstrebende Branche stößt denn auch nicht nur in der Linken, sondern bis in die Mitte auf Skepsis. 1929 übernimmt die deutsche Firma Rheinmetall die Aktienmehrheit der Solothurner Fabrik. Mit Nationalsozialisten in der Chefetage, die seit Jahren die Wiederaufrüstung Deutschlands vorantreiben, tüfteln am Südfuß des Schweizer Juras deutsche und österreichische Ingenieure an Tank- und Panzerbüchsen und arbeiten an der Entwicklung des Maschinengewehrs für die spätere Wehrmacht.

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