Zum ersten Mal überhaupt kommt die AfD im ZDF-Politbarometer bundesweit auf den ersten Platz. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre,
käme die Union laut den Daten der Forschungsgruppe Wahlen nur noch auf 25 Prozent
(minus 1 Prozentpunkt im Vergleich zu Ende März). Die AfD läge
unverändert bei 26 Prozent. Die SPD würde nur noch zwölf Prozent (minus
1) erreichen und damit auf ihren Tiefstwert in dieser Umfrage fallen.
Damit hätte Schwarz-Rot keine parlamentarische Mehrheit mehr.
Die Grünen könnten mit 14 Prozent (minus 1)
rechnen, die Linke würde auf 11 Prozent (plus 1) zulegen. Die FDP käme auf drei Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen ist nicht das erste
Institut, das die AfD vor der Union sieht. Auch in aktuellen Umfragen
von YouGov, Insa und Forsa ist die Partei stärkste Kraft.
Nur rund jeder Vierte mit Regierungsarbeit zufrieden
Grund für die Verluste der Regierungsparteien ist laut dem ZDF-Politbarometer die Unzufriedenheit mit der schwarz-roten
Koalition. Verantwortlich dürfte zuletzt vor allem der Umgang
mit den hohen Spritpreisen infolge des Irankriegs sein. Denn
eine große Mehrheit der Befragten hält die geplanten Schritte der
Regierung nicht für ausreichend oder zweifelt, dass die
Mineralölkonzerne die Preise durch die gesunkene Energiesteuer vollständig anpassen. 81 Prozent fordern, die Regierung müsse mehr tun.
57 Prozent der Befragten kritisieren, dass die Energiewende und
der Umstieg auf erneuerbare Energien zu langsam gehe.
Insgesamt sind nur noch 27 Prozent mit der Arbeit der
Koalition aus CDU, CSU und SPD zufrieden, im März waren es noch
34 Prozent. Nur noch 30 Prozent bescheinigen Kanzler und
CDU-Chef Friedrich Merz eine gute Arbeit (März: 38 Prozent).
Ähnlich kritisch wird die Arbeit von Vizekanzler und SPD-Chef
Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU)
gesehen: Dass Klingbeil gute Arbeit macht, sagen nur 29 Prozent,
bei Reiche sind es nur 19 Prozent.
Ein weiterer Wert dürfte die Bundesregierung alarmieren: Nur noch 18 Prozent halten die Kooperation innerhalb der Koalition für gut, 73 Prozent nehmen sie dagegen als schlecht wahr.
Bei den Sympathiewerten sinken fast alle Politiker in ihren
Bewertungen. An der Spitze liegt unverändert
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) vor dem designierten
baden-württembergischen Ministerpräsidenten Cem Özdemir (Grüne)
und Außenminister Johann Wadephul (CDU). Kanzler Merz rutscht
von Platz fünf auf Platz acht mit seiner bisher schlechtesten
Bewertung von minus 1,1 (März: minus 0,5).
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