Home Home Weihe der Sagrada Família: »Gaudí hebt uns in den Himmel«

Weihe der Sagrada Família: »Gaudí hebt uns in den Himmel«

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Der Papst reist nächste Woche nach Barcelona, um den Christus-Turm der Sagrada Família zu weihen. Sein spanischer Freund Alejandro Moral Antón erklärt, was das Geheimnis dieser modernen Kathedrale ist.

DIE ZEIT: Pater Alejandro, Sie sind gebürtiger Spanier. Wann waren Sie zum ersten Mal in der Sagrada Família, der berühmtesten unvollendeten Kathedrale der Welt?

Alejandro Moral Antón: Ich muss zugeben, dass ich erst sehr spät, mit 55 Jahren, zum ersten Mal dort war – und das verdanke ich dem deutschen Papst Benedikt XVI. Im Jahr 2010 weihte er in Barcelona den Hauptaltar der Sagrada Família und erhob diese in den Rang einer Basilika. Ich sah Benedikts Besuch im Fernsehen und fand sie so schön, dass ich beschloss, hinzufahren. Zu meiner Verteidigung kann ich nur vorbringen, dass mein Geburtsort bei Burgos liegt, gut 600 Kilometer entfernt von Barcelona, der katalanischen Hauptstadt am Mittelmeer. Als ich Antoni Gaudís eigenwillige Kirche schließlich mit eigenen Augen sah, gefiel sie mir so gut, dass ich sie seither fünfmal besucht habe. Ich war neugierig, wie die Arbeiten vorangehen, habe mich sogar mit den Architekten angefreundet, die das Werk fertig bauen. Sie kamen dann zu den Messen im Kloster der Augustinerinnen von Barcelona, durften im Gästehaus übernachten. Mein Glück war, dass der heutige Papst Leo XIV., damals Generalprior des Augustinerordens, mich zum Assistenten der Nonnen bestimmt hatte. So konnte ich die Sagrada immer wieder sehen.

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