Vor WM-Test gegen USA: DFB-Chef Neuendorf nach Karl-Aus: Jeder spielt auch für ihn

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DFB-Präsident Bernd Neuendorf hofft nach dem WM-Aus für Lennart Karl auf eine Trotzreaktion der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. «Ich glaube, das Gefühl, das sich so entwickelt, ist, dass man jetzt sagt: ‘Jetzt erst recht’. Das ist die richtige Reaktion, wie ich finde», sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem Sender RTL vor dem letzten Test gegen WM-Co-Gastgeber USA in Chicago.

Der 18-jährige Karl hatte sich beim Abschlusstraining einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel zugezogen. Das Ausnahmetalent des FC Bayern München ist bereits nach Deutschland zurückgekehrt.

«Man kann ihm jetzt auch nicht tagelang nachtrauern. Das ist sicherlich ein Verlust und auch für den Jungen selber absolut tragisch, wie ich finde», sagte Neuendorf weiter. Der Blick müsse aber jetzt nach vorn gerichtet werden. Man werde sehen, wie die Mannschaft damit umgeht. «Ich glaube, jeder spielt auch ein Stück für ihn und will das auf jeden Fall, dass das gut kompensiert wird. So eine Trotzreaktion, die erhoffen wir uns alle.»Bundestrainer Julian Nagelmann Nagelsmann sprach nach dem Karl-Aus von «einem großen Schock» für den Spieler und die Mannschaft. Der 30-jährige Leroy Sané darf gegen die USA von Anfang an zeigen, inwieweit er Karl ersetzen kann.

© dpa-infocom, dpa:260606-930-183602/1

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