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Andrea Seiferth: Was, wenn der Partner einem nicht mehr gefällt?

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In langjährigen Beziehungen verändern sich beide – auch körperlich. Manches kann den anderen richtig stören. Doch es gibt Wege, mit dem heiklen Thema umzugehen.

Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 37/2026.

Was tun, wenn einen die Speckrollen der Partnerin oder der Bierbauch des Partners irgendwann stören? Überhaupt was tun oder um des lieben Friedens willen schweigen? Die Psychologin Andrea Seiferth hat Antworten, die nicht nur beim Gegenüber ansetzen.

ZEITmagazin: Frau
Seiferth, warum hört das Bedürfnis, sich die Kleider vom Leib reißen zu wollen, in längeren Beziehungen fast immer irgendwann auf?

Andrea
Seiferth:
Tatsächlich
gibt es eine Art biologischen Ablauf in Beziehungen. In der ersten
Verliebtheitsphase sorgen bestimmte Hormone dafür, dass man eine unbändige Lust
hat, den anderen spüren zu wollen. Dieser Zustand endet circa nach anderthalb
bis zwei Jahren – denn wenn man eine Weile körperlich intim war, wird das
Bindungshormon oder Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet. Es dämpft die anderen
Hormone mit der Zeit, um eine umfassendere Bindung zum anderen herzustellen.
Wir Menschen brauchen echte Bindungen, um zu überleben. Wenn echte Bindung entsteht,
gehen Lust und Begehren etwas zurück – evolutionär vermutlich sinnvoll, damit
wir nicht nur im Bett bleiben, sondern arbeiten und uns um Kinder kümmern
können.

Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen wurden mithilfe von Künstlicher Intelligenz auf Basis des Artikeltextes erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

Diese Fragen beantwortet der Artikel:

  • Warum lässt das sexuelle Begehren in langen Beziehungen oft nach?
  • Wie spricht man über nachlassende Anziehung, ohne den Partner zu verletzen?

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