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Deutsche Rentner in Thailand: Winnie ist dann mal weg

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Pflege wird immer teurer. Winnie hat sein Haus bei Köln verkauft und lässt sich wie viele deutsche Rentner am Pool in Thailand betreuen. Doch nicht alle werden glücklich.

Als Winnie das Leben zu
viel wurde, zog er ins Paradies. Das hatte niemand so vorhergesehen. Winnie war
immer ein Mann gewesen, dem die Welt nicht schnell genug lief. Nach der Scheidung
das Haus bei Köln verkauft, dann nach Pattaya, in die verruchteste
Partystadt Südostasiens
. Bars, Frauen, das pralle Leben. »Manche Bars konnten von meinem Geld
schon gut leben«, sagt der heute 84-Jährige, und nach einer Beschwerde klingt das
nicht.

Als vor zwei Jahren die
Gesundheit nachgab, zog er 20 Kilometer weiter, ins Heim. Genauer: in das Homerly International Senior Living in Chonburi, eine Anlage aus 47 Poolvillas,
mit Palmen, Obstbäumen und Steinelefanten am Wegrand, die bis zur Coronapandemie
als Touristenziel diente. Jetzt laufen hier Pflegekräfte in blauen Uniformen
herum, die große Easy-Reading-Namensschilder auf der Brust tragen. »Puy« steht
da drauf, oder »René«. Winnie selbst nennen hier alle Winnie, obwohl er anders
heißt; den Klarnamen, bittet die Heimleitung, solle die Zeitung aus
Datenschutzgründen nicht nennen.

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