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Israel: Israel sagt Feierlichkeiten zu jüdischem Feiertag Lag baOmer ab

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100.000 Menschen wurden zum Fest Lag baOmer auf dem Berg Meron erwartet. Doch Israel hat die Festlichkeiten abgesagt – aus Sorge vor Angriffen der Hisbollah.

In Israel sind geplante Feierlichkeiten anlässlich des jüdischen Fests Lag baOmer abgesagt worden. Ursprünglich wurden in der kommenden Woche rund 100.000 überwiegend orthodoxe Juden auf dem Berg Meron erwartet. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte jedoch mit, das Fest werde durch eine kleinere symbolische Zeremonie ersetzt.

Gründe seien Sicherheitsbedenken. So bestehe die Sorge, dass die libanesische Hisbollah-Miliz das Fest angreifen könnte. Man fürchte ein mögliches »Unglück mit zahlreichen Opfern«, zitierte die israelische Zeitung Haaretz einen Brief von Netanjahus Büro. Bisher sei nichts über eine mögliche Obergrenze für Teilnehmende bekannt, weitere Informationen sollen jedoch in den kommenden Tagen folgen, schrieb Haaretz.

Der Berg Meron liegt etwa sechs Kilometer von der Grenze zum Libanon entfernt. Zwischen Israel und der Hisbollah herrscht seit gut zwei Wochen eine Waffenruhe, an die sich beide Seiten allerdings nicht halten. Fast täglich kommt es zu Beschuss, wobei insbesondere bei israelischen Angriffen auf zivile Gebiete im Südlibanon immer wieder Menschen getötet werden. Israels Armee sagt, sie greife Stellungen der Hisbollah an. Die Hisbollah schießt ebenfalls regelmäßig Raketen auf bewohnte Gebiete im Norden Israels ab. 

Lag baOmer wird am 33. Tag des Omer-Zählens zwischen Pessach und Schawuot begangen. Unter anderem wird dabei des Rabbi Shimon Bar Jochai gedacht, einem Weisen und Mystiker aus dem 2. Jahrhundert, der angeblich auf dem Berg Meron begraben liegt und den Überlieferungen zufolge an diesem Tag verstarb. In ganz Israel, selbst in säkularen Gegenden, feiern die Menschen Lag baOmer oft mit Grillfesten und Lagerfeuern in Parks und Wäldern.

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