Im Jahr 1968 gab Maria Callas dem Musikjournalisten John Ardoin von der Dallas Morning News ein Interview. Und obwohl nicht geplant, wurde es eine Lebensbeichte. Callas, damals wie heute bekannteste Opernsängerin aller Zeiten, sagte den Satz: »Es gibt Leute, die zum Glücklichsein geboren werden, und andere, die zum Unglücklichsein bestimmt sind.« Und dann: »Ich hatte einfach kein Glück.« Kein Glück? Eine der erfolgreichsten Frauen der Welt?
Callas war damals 44 Jahre alt. Ihr langjähriger Liebhaber Aristoteles Onassis, ein steinreicher Reeder, hatte sich von ihr getrennt, um die Präsidentenwitwe Jackie Kennedy zu heiraten. Callas versuchte wohl, sich das Leben zu nehmen mit Tabletten. Rastlos jetsettete sie danach monatelang umher, wie auf der Flucht: Santa Fe, Las Vegas, Los Angeles, Cuernavaca in Mexiko. Dort rutschte sie auf dem Marmorboden aus, Rippenbruch. In Dallas wollte sie sich wieder aufrappeln. Und stürzte immer tiefer ins Stimmungsloch.
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