Der Irankrieg und die Lufthansa-Streikwelle haben das Wachstum des
Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport im ersten
Quartal gebremst. Trotzdem konnte Fraport in diesem Zeitraum noch ein leichtes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr beim Passagieraufkommen am größten
deutschen Flughafen verzeichnen, und zwar um 2,3 Prozent auf 12,7 Millionen.
Für das gesamte Jahr rechnet der Flughafenbetreiber damit, nur das untere
Ende der Zielspanne zu erreichen. Das wäre laut Finanzvorstand Matthias Zieschang ein Bereich zwischen 65 und 66 Millionen Passagieren. An der Gewinnprognose für 2026 halte
man zwar fest. Allerdings dürfe es dafür keine Unterbrechungen bei der
Versorgung mit Kerosin geben.
Das Betriebsergebnis (vor Steuern und Abschreibungen) stieg von Januar bis
März im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 196 Millionen
Euro. Allerdings haben vor allem die Streiktage bei der Lufthansa dafür gesorgt, dass deutlich weniger Menschen in Frankfurt abgehoben sind als geplant. Fraport zählte allein im April eine halbe Million weniger Passagiere. Das dürfte
auf die Jahreszahlen durchschlagen.
Hohe Abschreibungen drücken Gewinn, Kerosinsorgen bleiben
Unzufrieden zeigte sich Konzernchef Stefan Schulte aber nicht. »Trotz des Ausbruchs des Irankriegs konnten wir auf allen Märkten wachsen«, sagte er. Während der Verkehr in Frankfurt auf den Strecken nach Nahost zurückging, hätten Zuwächse in anderen Regionen dies ausgeglichen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll 2026
auf bis zu 1,5 Milliarden Euro steigen. Vor allem hohe Zinsen und Abschreibungen dürften den Nettogewinn aber auf 300 bis 400 Millionen Euro drücken. Grund dafür sind das dritte Passagierterminal in Frankfurt und weitere Ausbauvorhaben.
Trotzdem bleibt ein möglicher Kerosinmangel durch die Folgen des Irankriegs weiterhin ein Thema. Der Nationale Sicherheitsrat hatte im April in der Diskussion über mögliche Engpässe in Deutschland vorerst Entwarnung gegeben. Es gebe keine Notlage, die Vorräte gerade an Kerosin seien für »absehbare Zeit« ausreichend, hieß es nach einer Sitzung des Gremiums. Gebannt ist die Gefahr aber nicht: EU-Energiekommissar Dan Jørgensen sagte an diesem Dienstag in Brüssel, die Europäische Union bereite sich auf mögliche Versorgungsengpässe vor, besonders bei Flugkraftstoff.
Fraport betreibt neben Frankfurt eine Vielzahl von Flughäfen, etwa im
türkischen Antalya, in Perus Hauptstadt Lima sowie 14 Regionalairports
in Griechenland. Konzernweit rechnet der Vorstand in diesem Jahr weiter
mit etwa 188 bis 195 Millionen Passagieren.
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