Die Bundesregierung streitet über eine Reform der Rente. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte am Montag: »Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter.« Die SPD müsse ihre Blockade bei dem Thema aufgeben. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf reagierte scharf: Der Kanzler werde bei solchen Vorhaben »auf den erbitterten Widerstand der Sozialdemokratie treffen«. Aktuell erarbeitet eine Kommission Vorschläge für eine Reform. Warum die Regierung trotzdem jetzt schon streitet und was das für Arbeitnehmer bedeutet, beantwortet Mark Schieritz, Leiter des Politikressorts der ZEIT.
US-Präsident Donald Trump hat die Feuerpause mit dem Iran verlängert — ohne klare Frist. Er teilte mit, er werde auf weitere Angriffe verzichten, bis die Gespräche zwischen iranischen und US-amerikanischen Unterhändlern abgeschlossen seien. Die iranische Regierung hat die Verlängerung bestätigt. Die USA
blockieren unterdessen weiterhin iranische Häfen; der iranische
UN-Botschafter teilte jedoch mit, Washington habe
Verhandlungsbereitschaft angedeutet. In den vergangenen Wochen hatte Trump wiederholt mit extremen militärischen Angriffen auch gegen zivile Infrastruktur im Iran gedroht. Ob hinter Trumps ständigem Hin und Her irgendeine Strategie steckt, analysiert Juliane Schäuble, USA-Korrespondentin der ZEIT.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat heute die erste Militärstrategie der Bundeswehr vorgestellt. Darin steht unter anderem, mit welchen Fähigkeiten die Armee ausgestattet werden soll. Russland wird als größte Bedrohung für die Nato benannt. Außerdem soll die Bundeswehr auf 460.000 Soldatinnen und Soldaten wachsen, mit einer voll ausgestatteten Reserve. Und: mit mehr Präzisionswaffen, mehr Kapazitäten im Cyberraum, mehr Verantwortung in der Nato. Die Details des Dokuments sind geheim.
Vor zehn Tagen hat Noch-Ministerpräsident Viktor Orbán die Parlamentswahl in Ungarn verloren, jetzt hat er seine monatelange Blockade des EU-Hilfspakets für die Ukraine beendet. Damit konnte die EU ein bereits länger geplantes Darlehen von bis zu 90 Milliarden Euro auf den Weg bringen, dazu ein neues Sanktionspaket gegen Russland. Die endgültige Entscheidung soll in einem schriftlichen Verfahren fallen. Was das für die Ukraine bedeutet, erklärt Uli Ladurner, Auslandskorrespondent der ZEIT in Brüssel.
Und sonst so? Schweden gucken Elchen beim Wandern zu.
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Benjamin Probst und Marco Fründt
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