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Sozialreformen: DAK-Chef fordert Kapitalstock für Pflegeversicherung

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Wenn es für die Pflege keinen Kapitalstock gibt, müssten bald Leistungen gekürzt werden, warnt der DAK-Chef. Das Geld für den Fonds soll von höheren Beiträgen kommen.

Der Chef der Krankenkasse DAK hat für die Pflegeversicherung einen Kapitalstock aus Beteiligungen an Aktien- und Anleihefonds gefordert. »Wenn wir jetzt einen Kapitalstock in der Pflegeversicherung aufbauen, können wir damit die Lücken in den kommenden Jahrzehnten schließen und im günstigsten Fall später sogar die Pflegeleistungen ausbauen«, sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm der Rheinischen Post.

Das Konzept ist aus anderen Ländern, beispielsweise Schweden, bekannt und jetzt auch in Deutschland für die Rentenversicherung geplant. Die Situation bei der Pflegeversicherung sei noch prekärer als bei den Renten. »Wenn wir nichts tun, werden wir bald alle zwei Jahre die Pflegeleistungen kürzen müssen. Die Teilkapitaldeckung kann das verhindern«, sagte Storm.

Die Mehrkosten, die für den Aufbau eines solchen Fonds notwendig wären, sollen laut Storm durch Beitragserhöhungen finanziert werden. Storm plädiert für einen Zuschlag, »der im Jahr 2028 mit 0,1 Prozent beginnt und schrittweise bis 2031 auf 0,4 Prozent anwächst. Dieser Beitrag wird von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu gleichen Teilen finanziert.« Der Gesamtbeitrag zur Pflege stiege damit von 3,6 auf 4,0 Prozent. Auf diese Weise kämen laut Storm jedes Jahr acht Milliarden Euro zu dem Pflegekapital hinzu.

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